Mein größter Traum ist es, ein Buch zu schreiben.
Seit acht Jahren arbeite ich mal mehr und mal weniger daran. Ich habe schon einige Rohfassungen angefangen, manche beendet, manche fast. Aber irgendwas hat mich immer abgehalten. Und jetzt weiß ich auch, was das war.
Meine Angst.
Angst, nicht gut genug zu sein.
Angst, niemals dazulernen zu können.
Angst, dass niemand es lesen wird.
Aber mir ist das jetzt egal. Denn mein Wunsch, die ganzen Jahre über, ist immer wieder durchgekommen. Er hat sich hinter der Angst hervorgekämpft. Wieder und wieder. Egal, wie vehement ich das Schreiben in manchen Phasen vermieden habe.
Ich darf. Ich darf diesen Traum verfolgen. Egal, wie realistisch oder unrealistisch er ist. Egal, wie gut ich jetzt bin. Denn ich träume nicht von heute. Ich träume von mir in der Zukunft. Und um in der Zukunft ein Buch geschrieben zu haben, das ich veröffentlichen will, muss ich mich einfach nur auf den Weg machen.
Und das werde ich jetzt tun.
Denn ja, ich kann scheitern. Aber ich bin schon gescheitert, wenn ich es nicht versuche. Und ja, ich kann schlecht sein. Aber ich werde nie dazu lernen, wenn ich es nicht versuche. Und ja, es kann sein, dass keiner es lesen will. Aber ich werde es nie wissen, wenn ich es nicht versuche.
Ich möchte mich nicht mehr meiner Angst unterordnen. Mein Leben kleiner machen durch die Angst. Ich will groß träumen. So groß.
Mein größter Traum ist es, Schriftstellerin zu werden. Ich stehe morgens auf, setze mich nach dem Frühstück für zwei oder drei Stunden an den Schreibtisch, plane, plotte, schreibe, überarbeite. Dann gehe ich mit dem Hund spazieren. Und nachmittags geht es zu einer Lesung. Ich schaue in mein Bücherregal und sehe meine veröffentlichten Bücher. In verschiedenen Sprachen. Es sind viele. Ich träume von dem wunderschönen Haus direkt am Wald, das ich mir eines Tages von dem Geld kaufen können werde. Und dann werde ich dort ein Tagungszentrum für kreative Menschen eröffnen: Schreibretreats, Yoga, Auszeiten zum Durchatmen.
Und ja, es fühlt sich komisch an, das „zuzugeben“. Als wäre es etwas Schlimmes, von etwas Großem zu träumen. Aber ganz ehrlich? Das sollte es nicht sein. Ich bin nicht weniger zufrieden mit meinem jetzigen Leben, nur weil ich groß träume. Ich liebe es sogar, so wie es ist. Und ich werde es auch dann noch lieben, wenn kein einziger dieser Wünsche in Erfüllung geht. Aber hätte ich überhaupt eine Chance darauf, dass sie in Erfüllung gehen, wenn ich mich nicht mal traue, sie zu denken? Geschweige denn, etwas für sie zu tun?
Also hier meine Rebellion gegen die Angst.
Ich träume groß.
Du auch?
Nova

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